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Das sind die wichtigsten Whiskysorten

Bei der großen Auswahl an verschiedenen Whiskysorten fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Wir zeigen Ihnen daher, welche Sorten es gibt, aus welchen Ländern diese stammen und wo in Deutschland Whisky gebraut wird.

Whiskysorten nach Ländern auf einen Blick

Welche Whiskysorten gibt es? Wann ist ein Whisky ein Scotch? Welcher Whisky ist mild und brennt nicht? Und welcher Whisky ist glutenfrei? Wir geben einen umfassenden Überblick über die bekanntesten und wichtigsten Whiskysorten, sortiert nach Ländern und Regionen.

Schottland

Whisky aus Schottland wird primär nach vier Regionen unterschieden: Highlands, Speyside, Islay und Lowlands. Die geschmacklichen Unterschiede sind hier klar zu erkennen. So ist Whisky aus den Lowlands eher mild, Whisky aus Speyside fruchtig und Whiskys von der Insel Islay sehr rauchig. Whisky darf nur als Scotch bezeichnet werden, wenn dieser ausschließlich in Schottland gebrannt und gelagert wurde. Bei der Herstellung darf zudem nur Brand aus Gerste verwendet werden. Die anschließende Lagerung ist nur in Eichenfässern erlaubt und muss mindestens drei Jahre betragen.

Die fünf schottischen Whiskytypen

Schottland verfügt über fünf grundlegende Whiskytypen, die sich vor allem durch das verwendete Getreide unterscheiden.

Single Malt Scotch Whisky

Bei Single Malt Scotch Whisky handelt es sich um Malt Whisky aus nur einer einzigen Brennerei, der ausschließlich aus gemälzter Gerste hergestellt wird. Auf diese Weise erhalten die Whiskys einen konsistenten Geschmack, der charakteristisch für die Brennerei ist.

Single Grain Scotch Whisky

Single Grain Scotch Whisky wird ebenfalls nur in einer einzigen Brennerei hergestellt. Das verwendete Getreide muss hierbei nicht gemälzt sein, sodass der Geschmack sehr mild ist. Das ist darauf zurückzuführen, dass die Gerste leichtere Aromen bildet, wenn sie nicht zu Malz verarbeitet ist.

Blended Scotch Whisky

Bei Blended Scotch Whisky handelt es sich um eine Mischung verschiedener Malt und Grain Whiskys aus einer oder mehrerer Destillerien. Der Geschmack ist rund, weich und kann aufgrund seiner verschiedenen Aromen sehr komplex ausfallen. Blended Scotch Whisky ist Schottlands meistverkaufter und -hergestellter Whisky. Eine besonders bekannte Flasche ist beispielsweise Red Label von Johnny Walker.

Blended Malt Whisky

Blended Malt Whisky, oft auch als Vatted oder Pure Malt bezeichnet, ist eine Mischung verschiedener Malt-Fässer mehrerer Brennereien. Sein Geschmack ist sehr komplex und intensiv. Einer der bekanntesten Vertreter dieser Whiskyart ist Monkey Shoulder.

Blended Grain Whisky

Für Blended Grain Whisky werden ausschließlich verschiedene Grain Whiskys aus mehreren Destillerien verwendet


Irland

Irland verfügt über vier grundlegende Whiskysorten. Dabei entscheiden vor allem das verwendete Getreide und das Destillationsverfahren über das fertige Produkt.

Pure Pot Still Irish Whiskey

Pure Pot Still Irish Whiskey vereint gemälzte und ungemälzte Gerste, die dreifach in sogenannten Pot Stills (Kupferbrennblase) gebrannt wird. Dabei handelt es sich um die traditionellste Form der irischen Whiskybrennerei.

Blended Irish Whiskey

Blended Irish Whiskey ist in der Regel eine Mischung aus Single Malt, Grain und Pure Pot Whiskey, der sowohl gemälzte als auch ungemälzte Gerste beinhaltet.

Malt Irish Whiskey

Bei Malt Irish Whiskey handelt es sich um Whisky, der ausschließlich aus gemälzter Gerste hergestellt und über Pot Stills destilliert wird.

Grain Irish Whisky

Bei Grain Irish Whisky kommen meist Gerste und Hafer zum Einsatz, die nicht gemälzt sein müssen. Gebrannt wird der Whisky mittels des Continiuous-Still-Verfahren, bei dem in einem kontinuierlichen Brennvorgang das Destillat hergestellt wird.

Whiskeyherstellung in Irland

In Irland wird die Gerste beim Mälzen über Kohlefeuer getrocknet und dreifach destilliert. Die Lagerung erfolgt meist in Sherry-, Bourbon- oder Rum-Fässern und dauert mindestens drei Jahre. Der Geschmack von Irish Whiskey ist weich und rein.


USA

In den USA wählen Genießer aus vier verschiedenen Whiskytypen. Neben dem verwendeten Getreide kann vor allem auch die regionale Herkunft eine wichtige Rolle für den Geschmack des Whiskys spielen.

Kentucky Straight Bourbon

Straight Bourbon muss eine Kornmischung mit mindestens 51 Prozent Mais aufweisen. Zudem muss er mindestens zwei Jahre in frischen Eichenfässern lagern, deren Innenseite mit Feuer behandelt wurde. Auf diese Weise wird der im Holz befindliche Zucker karamellisiert, sodass der Bourbon eine süßliche und würzige Note hat. Der bekannteste Vertreter dieser Whiskysorte ist Jim Beam.

Straight Rye Whisky

Besteht der Whisky aus mindestens 51 Prozent Roggen, dürfen Flaschen die Bezeichnung Straight Rye Whisky tragen. Der Whisky fällt durch seine würzigen Noten auf.

Corn-Whisky

Bei Corn-Whisky handelt es sich um einen Bourbon, für den ausschließlich Mais verwendet wird. Genießer, die glutenfreien Whisky suchen, sollten diesen probieren, da Mais von Natur aus kein Gluten enthält.

Tennessee Whisky

Die Herstellung von Tennessee Whisky ist der von Bourbon sehr ähnlich. Der einzige Unterschied liegt darin, dass der destillierte Alkohol noch durch eine drei Meter dicke Holzkohleschicht gefiltert wird. Auf diese Weise verschwinden ungewollte Fettanteile, die das Destillat verunreinigen.


Japan

Japanischer Whisky orientiert sich in der Herstellung an Scotch Whisky. Der größte Unterschied liegt darin, dass Brennereien auf japanische Eichenfässer setzen. Auf diese Weise erhält der Whisky einen gänzlich eigenen, milden Geschmack.

Rund die Hälfte aller Brennereien in Japan stellt Malt Whisky her, die andere Hälfte konzentriert sich auf Grain Whisky. Bei den meisten Grain Whiskys handelt es sich um Blends. Suntory und Nikka sind mehrfach ausgezeichnete Whiskyhersteller, die international zur Spitzenklasse gehören.


Südafrika

Südafrika gehört bisher noch zu den Neulingen in der Whiskyproduktion. So ist bis heute die James Sedgwick Distillery die einzige Brennerei, die ganzjährig Malt und Grain Whisky herstellt. Den ersten Single Grain Whisky in Südafrika erzeugte jedoch die Destellerie Bain’s. Mit ihrem Bain’s Cape Mountain Whisky gewann sie im Jahr 2013 die Auszeichnung als bester Single Grain Whisky der Welt.


Deutschland

Die Whiskyherstellung in Deutschland ähnelt der von Schottland. Eine EU-Verordnung gibt hierzulande jedoch vor, dass Getreidebrände mindestens 3 Jahre gelagert werden müssen, um sich als Whisky oder Whiskey zu bezeichnen. Anders als in Schottland dürfen deutsche Brennereien auch ein anderes Holz als Eiche verwenden. So nutzen einige Destillerien beispielsweise Kastanie. Zu den bekanntesten und erfolgreichsten Brennereien in Deutschland zählen SLYRS und die Hammerschmiede. Mehr Infos hierzu finden Sie weiter unten.


Was ist Scotch Whisky?

Whisky Experte und Markenbotschafter Thomas Zilm erklärt was genau unter Scotch Whisky verstanden wird.

Zum Verständnis werden die größten Whisky-Märkte der Welt gezeigt und die Besonderheit am schottischen Whisky erklärt.

Brennereien in Deutschland

Die Herstellung von Whisky hat in Deutschland noch nicht die Tradition erlangt, die sie in den klassischen Whiskynationen Schottland, Irland und den USA besitzt. Dennoch gibt es mittlerweile ca. 170 Brennereien in Deutschland, die sich der besonderen Spirituose widmen. Dabei handelt es bei den meisten um Klein- oder Kleinstbrennereien, die neben Whisky häufig auch andere Brände herstellen. Sie betreiben die Whiskyerzeugung daher als ein Nischen- oder Nebengeschäft.

Whiskybrennereien gibt es in ganz Deutschland. Besonders viele sind jedoch in Baden-Württemberg zu finden. Aber auch in Bayern und Nordrhein-Westfalen ist eine Vielzahl von Destillerien beheimatet. Internationale Beachtung finden dabei vor allem die Whiskys von SLYRS, der Finch Highland-Whisky-Brennerei, der Hammerschmiede und der Spreewaldbrennerei.

Der besondere Whisky: Einzelabfüllungen von unabhängigen Anbietern

Genießer, die schon etwas Erfahrung mit Whisky haben und auf der Suche nach einer besonderen Flasche sind, greifen zu limitierten Editionen oder Einzelabfüllungen von unabhängigen Anbietern. Diese werden als unabhängige Abfüller bezeichnet und füllen Malt Whisky unabhängig von der erzeugenden Brennerei in eigene Flaschen ab. Über die Jahre haben sich diese Unternehmen einen entsprechenden Vorrat an Malt Whiskys von verschiedenen Brennereien angelegt. Durch die hohe und weiter steigende Nachfrage nach Single Malts bei gleichzeitig knapper Verfügbarkeit sind Whiskys dieser Anbieter besonders begehrt. Die großen Vier sind dabei Gordon & MacPhail’s (G&M), Signatory, Douglas Laing (DL) und Ian MacLeod. Da der Vorrat jedoch bald aufgebraucht ist, haben sich drei der vier Abfüller bereits eigene Brennereien gekauft, um selbst Malt Whisky herstellen zu können.

Zu den Whiskys, die im Wert steigen und sich auch als Geldanlage eignen, gehören Malt Whiskeys demnach auf alle Fälle. Diese empfehlen sich darüber hinaus für alle Genießer, die Whiskys sammeln. Je seltener die Abfüllung ist, desto höher ist im Normalfall auch der Wert. Wenn Sie die Flasche jedoch nicht nur als Wertanlage nutzen möchten, sollten Sie Whiskys von unabhängigen Abfüllern erst einmal probieren, bevor Sie viel Geld investieren. Nicht alle teuren Flaschen erfüllen die hohen Erwartungen an Geschmack und Aromenvielfalt.