Sportuhren: Die verschiedenen Typen im Vergleich

In Sport- und Fitnessuhren werden die Funktionen der klassischen Begleiter am Arm auf vielfältige Weise für Sport, Fitness und Outdoor aufgewertet. Spannende Innovationen und junge Technologien nehmen die Bedürfnisse von Sportlern und Athleten in den Blick. Bei den verschiedenen Sportuhren-Typen mit unterschiedlichen Nutzungsprofilen ist es nicht leicht, den Überblick zu behalten. Darum stellen wir hier die Typen von Sportuhren im Vergleich vor.

Sportchronographen wie Piloten-, Alpin- und Taucheruhren sind die Vorläufer der modernen Sportuhren. Erweiterte Anzeigen in mehreren Totalisatoren ermöglichten neben Uhrzeit und Datum die Messung und Aufzeichnung verschiedener Daten.

Zu den wichtigsten Funktionen gehören Höhen- und Tiefenmesser. Die Lünette diente vor der Verbreitung digitaler Hilfsmittel als Kalkulationshilfe bei der Kursberechnung für Piloten und im Segelsport. Kompass und Thermometer geben Alpinisten wichtige Informationen auf einen Blick.

Ein echter Durchbruch bei den frühen Sportuhren war die Integration von GPS (Global Positioning System). Mit der GPS-Funktion wurde es möglich mit einem kleinen Gerät am Handgelenk Position, Höhe und Geschwindigkeit exakt zu bestimmen und Wegpunkte und Routen zu verwalten.

Pulsuhr und Trainingscomputer

Zu den wichtigsten Vertretern moderner Sportuhren gehören die Pulsuhren. Die Herzfrequenz hat eine große Bedeutung bei der Begleitung, Überwachung und Auswertung eines intensiven, leistungsorientierten Trainings. Die einfache Messung der Herz-Kreislauf-Aktivität während des gesamten Trainings gibt Informationen für die Einstellung der Trainingsintensität: um effektiv an die Grenze zu gehen, den persönlichen Trainingsplan bewusst einzuhalten und Überlastungen zu vermeiden. Nicht zuletzt hilft die Messung der Herzrate auch dabei, den Kalorienverbrauch exakt zu bestimmen.

Aus den Pulsuhren entwickelten sich die Sportuhren weiter zu "Smart Coaches" und komplexen Trainingsbegleitern. Sie helfen dem Athleten dabei, das Training persönlich abzustimmen und ausgewogen und leistungsorientiert zu gestalten. Hochentwickelte Trainingscomputer bieten voreingestellte Programme und einstellbare Trainingsprofile, die Sie direkt auf dem Gerät oder am Laptop selbst erstellen, verwalten und auswerten können.

Manche Geräte sind für höheren Bedienkomfort auf eine konkrete Sportart hin optimiert. Das wichtigste Beispiel dafür sind die Laufuhren, die in der Running-Szene eine rasant wachsende Rolle spielen. Im Gegensatz dazu sind Multifunktionsuhren für unterschiedliche Einsätze ausgerüstet. Dazu gehören unterschiedliche Programme für Running, Schwimmen, Fitness und mehr. Und auch Vorraussetzungen wie hohe Wasserdichtigkeit, um die Sportuhren beispielsweise beim Triathlon einzusetzen.

Fitnesstracker und Fitnessarmbänder

In eine andere Richtung gehen die Fitnesstracker. Hier liegt der Fokus auf dem kompletten Überblick über die eigene Aktivität. Fitnesstracker wollen zum Erreichen der eigenen Ziele motivieren. Ein klassisches Instrument dafür ist der Schrittzähler, der angibt, wieviel Sie von Ihrem selbst gewählten Tagespensum schon geschafft haben.

Fitnesstracker sind in der Regel als Armband ausgeführt und keine Uhr im eigentlichen Sinne. Einige Modelle übernehmen aber auch typische Funktionen von Sportuhren. Die Aufzeichnung der Aktivität geht bei höherwertigen Geräten bis zur automatischen Erkennung der jeweiligen Sportart. Das ermöglicht eine genauere Bestimmung des Kalorienverbrauchs.

Auch die Überwachung des persönlichen Schlafverhaltens ist für viele Anwender ein nützliches Instrument, um die eigene Form zu halten und zu verbessern. Für die Auswertung der gesammelten Daten synchronisieren sich Fitnesstracker mit entsprechenden Apps auf dem Smartphone. Einige hochwertige Fitnesstracker und Fitnessarmbänder sind auch mit GPS und Herzfrequenzmessung ausgestattet. In Kombination mit den entsprechenden Fitness-Apps erlauben sie eine ähnlich umfangreiche Nutzung wie hochwertige Trainingscomputer.

Die Smartwatch als Sportuhr

Die technischen Möglichkeiten moderner Smartwatches erlauben es, einen großen Teil der oben skizzierten Möglichkeiten in einem Gerät abzudecken. Für die meisten modernen Smartwatches ist es selbstverständlich, dass auch Funktionen für grundlegendes Fitnesstracking integriert sind. GPS gehört oftmals zur Grundausstattung und auch die Herzfrequenzmessung beherrschen viele High-End-Modelle smarter Uhren.

Abstriche muss der Nutzer einer Smartwatch bei der Akkulaufzeit machen, weil die Uhr neben der Sportfunktion noch andere Aufgaben bewältigen muss. Auch bei komplexen Smartcoaches und GPS-Uhren im Allgemeinen reicht die Akkulaufzeit meist nur einige Tage.

Je einfacher die Funktionen sind, desto länger hält die Sportuhr durch. Zum Vergleich: Fitnessarmbänder ohne GPS erreichen oft Akkulaufzeiten von über einem Jahr.