Gastblogger

17.11.2017

Ausbildung in der Tasche! Und jetzt?

Tags: Karriere, Ausbildung, Mitarbeiter

Monate lang beschäftigt man sich mit der Abschlussprüfung, plant, organisiert, lernt, entwickelt seine Ideen. Auf einmal ist der Moment gekommen, in dem man seine Planung und Ideen innerhalb von zwei Tagen in die Tat umsetzt. Wenn dann alles klappt und funktioniert, ist es ein großartiges Gefühl und man kann sich voller Stolz Gestalter/in für visuelles Marketing nennen.

Doch was genau muss man sich unter der praktischen Abschlussprüfung vorstellen?

Die Herausforderung ist es, ein Schaufenster mit einem passenden Konzept zu entwerfen. Das Schwierigste war für mich, mich am Anfang auf eine Idee zu fokussieren, denn im Prinzip stehen einem in der Gestaltung des Fensters alle Türen offen. Dies macht es einem aber nicht unbedingt leichter.

Relativ schnell wurde mir aber klar, dass bei mir das zu verkaufende Produkt ein Paar Schuhe sein soll, da ich leidenschaftliche Schuhsammlerin bin. :D Das Schuhpaar, welches ich mir ausgeguckt hatte, lag allerdings in einer Preisklasse, die sich nicht für das Konzept eignete. Also habe ich mich entschieden, mein Produkt selber zu designen. Aus einem einfachen schwarzen Pump wurde nach wochenlanger Arbeit, vielen kreativen Gedanken, bunter Farbe und ein paar Kaffeetassen (!) ein außergewöhnlicher „Alice-im-Wunderland-Schuh“.  

Zusätzlich zur Fenstergestaltung muss man eine zweite Marketingmaßnahme entwickeln, die zum Konzept passt und den Verkauf des Produktes unterstützten soll. Ich hatte mir eine Inspirationszeitschrift („The Look“) einfallen lassen, die den Schuh in seiner Vielfältigkeit und seiner Kombinationsmöglichkeit zeigen sollte. Natürlich brauchte ich hierfür einen guten Fotografen und ein Model, die die Schuhe super in Szene setzten konnten. Ich war total dankbar, dass ich in diesem Punkt tolle Unterstützung von meinen Mitauszubildenden Anna als Fotografin und Lea als Model bekam. 

Alles in Allem war es ein tolles Abschlussprojekt, das ich selbstständig angehen konnte, bei dem ich zugleich wertvolle Unterstützung von allen Seiten bekam, und das mir einfach wahnsinnig viel Spaß gemacht hat.

Jetzt wird man natürlich oft gefragt: „Wie geht es denn nun für dich weiter?“. Mir ist es erst einmal wichtig, noch mehr Berufserfahrung als offizielle Gestalterin für visuelles Marketing zu sammeln und nach dem ganzen „Prüfungswahnsinn“ den Berufsalltag bei Galeria Kaufhof zu genießen. Natürlich habe ich aber auch Träume, wo ich mich in der Zukunft sehe, zum Beispiel in den Bereichen Fashion und/oder Social Media.

Lisa
Gestalterin für Visuelles Marketing und bis vor kurzem noch  Auszubildende ;)