Sarah ist Marketing Specialist Employer Branding bei Galeria Kaufhof.

Sarah

... ist Marketing Specialist Employer Branding bei Galeria Kaufhof.

28.04.2018

Wie verläuft eigentlich das duale Studium Wirtschaftsinformatik bei Galeria Kaufhof?

Finn Plevier ist im zweiten Semester des dualen Studiums Wirtschaftsinformatik. Das Studium absolviert er an der Fachhochschule Köln und die Praxisphasen in unserem Servicecenter HBC Europe.
Tags: Mitarbeiter, Karriere
Finn Plevier im HBC Service-Center

Warum hast du dich für das duale Studium Wirtschaftsinformatik entschieden?

Mir gefällt die Verbindung zwischen wirtschaftlichen Prozessen und der technischen Umsetzung. Ich bekomme gerne das „große Ganze“ mit, und bei diesem Studium habe ich das Gefühl, dass das absolut gegeben ist.

Wie ist das duale Studium Wirtschaftsinformatik in der Praxis aufgebaut?

Das Studium besteht aus sechs Semestern. Zu Beginn lernen alle Studienanfänger bei Galeria Kaufhof die Grundlagen des Einzelhandels kennen. Dafür sind alle IT-Studenten während des ersten Semesters im Einkauf eingesetzt. So erleben sie persönlich die Perspektive der User und können sich später besser in sie hineinversetzen. Natürlich dient das auch dazu, die Strukturen des Unternehmens kennenzulernen. Zum zweiten Semester wechselt man dann in der Regel bereits in die Zielabteilung, der man bis zum Ende des Studiums angehört. Damit fällt gleichzeitig die Entscheidung für eine von drei Spezialisierungsrichtungen: Systemadministration, Anwendungsentwicklung und Business Analyse. Am Ende, also im sechsten Semester, steht dann natürlich noch die Bachelorarbeit an. Auch diese hat einen Praxisbezug zu der jeweiligen Abteilung und Spezialisierung. 

Besonders gut gefällt mir auch unser aktueller interner Workshop, der von unserem Ausbildungsleiter durchgeführt wird. Er findet zwischen dem ersten und dem zweiten Semester für zwei Monate statt.

Was ist das Besondere an dem Workshop? Worauf liegt der Fokus?

Bei dem Workshop geht es darum, dass wir uns in die Strukturen eines Unternehmens hineindenken und sehr praxisnah arbeiten. Wir gründen dazu ein fiktives Einzelhandelsunternehmen, das einige Filialen aber keinen Onlineshop sowie Export betreibt. Anhand dieses Unternehmens analysieren wir die Geschäftsbereiche und Strukturen. Mit Hilfe von Modellen und Grafiken, die wir selbst erarbeiten, schauen wir uns die Prozesse an: Wann, wo, wie, was, an welcher Stelle erfolgen muss. Wir betreiben selbst Business Analyse, im zweiten Schritt steigen wir mehr in die Anwendung ein und letztlich auch in die Systemadministration.  

Zwei Stunden pro Tag tauschen wir uns gemeinsam mit unserem Ausbildungsleiter aus. Die restliche Zeit arbeitet jeder für sich weiter an dem Projekt. Der gesamte Workshop lehrt uns nicht nur einen sehr praxisbezogenen Einblick, sondern trainiert gleichzeitig unsere Soft Skills. Ich habe zum Beispiel gelernt, wie ich Fragen an Anwender richtig stelle und auch in schwierigen Situationen nicht gleich aufgebe. Der Workshop ist für mich ein Training, wie ich meinen eigenen Weg bei Galeria Kaufhof finde. Es macht einfach Spaß, weil wir alles selbst erarbeiten müssen und uns nicht alles vorgegeben wird.

Was macht dir an der Ausbildung besonders Spaß?

Ganz klar: der Praxisbezug. Eine Ausbildung oder ein reines Studium finde ich nicht so spannend. Bei einer Ausbildung würden mir vermutlich einige theoretische Hintergründe fehlen und bei einem Studium die Praxis. Das duale Studium ergänzt sich einfach sehr gut, und deshalb macht es mir Spaß.

Welche Charaktereigenschaften sollten Bewerber deiner Meinung nach für das Studium mitbringen?

Selbstständigkeit ist auf jeden Fall wichtig. Und auch ein gewisses Organisationstalent ist von Vorteil, damit Uni und Praxis gut miteinander vereinbar sind. Außerdem sollte man Geduld mitbringen, denn nicht alles ergibt sich unmittelbar. Es gibt nicht auf alle Fragen direkt eine Lösung. Manches dauert seine Zeit und setzt sich erst nach und nach wie ein Puzzle zusammen. Abschließend noch eine Portion Mut dazu, seine Meinung frei zu äußern, damit die eigenen Interessen berücksichtigt werden.

Welche Tipps kannst du Interessierten geben?

Ausprobieren. Dieses Studium ist oft vielfältiger als ein reguläres Informatikstudium – und selbst wenn jemand nicht programmieren kann und möchte, kann dieses Studium dennoch in Frage kommen. Das Programmieren ist zum Beispiel kein Muss, wenn man den Weg des Business Analysten einschlägt.

Und man erhält auf eine ganz andere Art und Weise sehr tiefe Einblicke in ein Unternehmen.

Studium und Praxis zugleich – wie bekommst du das stressfrei hin?

Durch gutes Zeitmanagement. Ich lerne auch mal abends unter der Woche und am Wochenende, aber grundsätzlich ist alles gut zu schaffen. An halben Uni-Tagen müssen wir nicht mehr in den Betrieb, und können diese Zeit gut für die Nachbereitung nutzen.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg, Finn!

 

Mehr Informationen zu unserem dualen Studium Wirtschaftsinformatik finden Sie hier.