Sarah ist Marketing Specialist Employer Branding bei Galeria Kaufhof.

Sarah

... ist Marketing Specialist Employer Branding bei Galeria Kaufhof.

20.12.2017

Weihnachten steppt der Bär in Leverkusen

Tags: Mitarbeiter, Filialen

Die Weihnachtszeit ist im Einzelhandel die wichtigste Saison im Jahr. Bereits ab Mitte November ist das Weihnachtsgeschäft in vollem Gange. Kurz vor Weihnachten ist der Trubel dann besonders groß. Viele Mitarbeiter aus dem Service-Center in Köln nutzen daher in dieser Zeit gerne die Gelegenheit, ihren Schreibtisch für einen Tag zu verlassen und in einer umliegenden Filiale die Kolleginnen und Kollegen im Verkauf zu unterstützen. Anne Waldmann ist eine von ihnen. Sie ist im Bereich IT-Operations Teamleiterin für Office & Mobile Workspaces und hat Ende November für einen Tag in der Schuhabteilung in Leverkusen ausgeholfen …

Was hat Sie motiviert, den Bürostuhl für einen Tag zu verlassen und in den Verkauf zu wechseln?

Ich brauchte gar nicht lange zu überlegen. Ich finde es grundsätzlich eine gute Idee, alle Bereiche eines Unternehmens zu kennen – gerade wenn man, wie ich in der IT, alle Bereiche gut unterstützen will.

Ich erinnere mich, dass ich mir vor einiger Zeit gewünscht habe, dass es eine Art Hospitationsprogramm gäbe. Ich habe mich daher einfach total gefreut, diese Möglichkeit zu bekommen und würde mir auch wünschen, dass wir diese Art von Austausch als Unternehmen noch weiter ausbauen.

Sie waren nicht zufällig in der Filiale in Leverkusen, es war Ihre Wunschfiliale. Warum?

Im Rahmen eines internen Entwicklungsprogramms zur Abteilungsleitung hatte ich bereits 2015 die Gelegenheit für ein Filialpraktikum, das ich in der Galeria Kaufhof Leverkusen absolvierte. Ich habe mich damals gut aufgehoben gefühlt, und im Laufe der zwei Wochen entdeckte ich meine Leidenschaft für den Schuhverkauf ;)  Aus diesem Grund war für mich klar, dass ich zum Weihnachtseinsatz wieder nach Leverkusen gehen würde.

Gab es ein besonders schönes Ereignis an Ihrem Tag in der Filiale?

Am Ende des langen und aufregenden Tages habe ich eine ältere Kundin beraten, die mit Ihrer Freundin einkaufen war. Sie suchten ein paar Schuhe mit ziemlich speziellen Vorstellungen. Ich war sehr glücklich, als sie sich endlich nach eingehender Beratung für ein Paar Stiefelletten inklusive Einlegesohlen entschieden hatte. Ich hoffe, die Kundin hat auf den geplanten langen Spaziergängen Freude an den tollen Schuhen.

Welche Erkenntnis haben Sie von Ihrem Einsatz mitgenommen?

Es ist gar nicht so einfach, bei all den anfallenden Tätigkeiten, den Kunden immer im Fokus zu behalten. Und es ist eine Kunst für sich zu spüren, welche Kunden Beratung und Betreuung wünschen und welche lieber in Ruhe stöbern wollen.

Was haben Sie an dem Tag als besondere Herausforderung empfunden?

Das lange Stehen ist natürlich eine Herausforderung! Ich sitze sonst den größten Teil des Tages am Schreibtisch. Ich telefoniere viel, habe modernste Technologien im Einsatz und berate unsere Mitarbeiter, wie sie das Beste aus unserer IT herausholen. An meinem Tag in der Filiale hatte ich nicht mal ein Handy bei mir – schließlich wollen wir für den Kunden da sein.

Der Tag, an dem Sie in der Filiale unterstützt haben, war kein gewöhnlicher Tag für den Einzelhandel. Was war besonders?

Als ich den Einsatztag mit der Filiale vereinbart habe, wusste ich nicht, dass es sich um den „Black Friday“ handelt. Das ist natürlich ein besonderer Tag für den Einzelhandel, und auch Leverkusen hatte sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Wir hatten „Stunden-Angebote“, also spezielle Rabatte, die nur für eine Stunde galten. Zwischen 17 und 18 Uhr gab es 20 % auf das gesamte Schuhsortiment. Am Ende war die Stunde so schnell rum, wie keine sonst an diesem Tag. Zuletzt sind wir mit den Kunden zur Kasse gerannt, um den Rabatt noch zu erwischen.

Ich freue mich, dass die Filiale als Ganzes ihre Ziele für diesen Tag erfüllt hat. Es hat mich natürlich auch stolz gemacht, dazu beigetragen zu haben.

Sie sind im Service-Center in der Abteilung IT-Operations tätig. Auf den ersten Blick denkt man: Der Verkauf auf der Fläche und ihre Position im IT-Umfeld könnten unterschiedlicher nicht sein. Haben Sie dennoch Gemeinsamkeiten entdeckt?

Ja, klar. In meiner täglichen Arbeit muss ich oft beraten und erklären. Das ist auch beim Verkauf der Fall. Denn hier wie da ist es vor allem wichtig, für den Kunden da zu sein.

Schuhe sind nicht nur vom Aussehen her unterschiedlich, sondern auch von der Funktion. Mancher Kunde benötigt ein festes Fußbett oder eine herausnehmbare Sohle, ein anderer einen Schuh, der auf langen Strecken geeignet ist. Genauso wichtig ist es aber auch, eine schöne Atmosphäre zu schaffen, für den Kunden sichtbar zu sein, ohne aufdringlich zu wirken, und zu beraten, wenn es gewünscht und nötig ist.

Es geht jeweils darum, die Bedürfnisse der Kunden zu erspüren oder zu erfragen und entsprechende Lösungen anzubieten. Und es ist unerheblich, ob es sich um Kundenbetreuung auf der Fläche oder im Bereich IT-Operations handelt. In beiden Bereichen zählt: Jeder zufriedene Kunde macht glücklich.

 

Herzlichen Dank für das Interview, Frau Waldmann!