Eva Marie ist Social Media Koordinatorin bei Galeria Kaufhof.

Eva Marie

... ist Social Media Koordinatorin.

19.01.2018

Ein bewegendes Jahr im E-Commerce: Meilensteine 2017 & Ausblick 2018

Im E-Commerce von Galeria Kaufhof, einer der größten Omnichannel-Händler Deutschlands, ist 2017 viel passiert. Künstliche Intelligenz, Personalisierung und smarte Features in der Galeria-Kaufhof-App haben das Team um Arik Reiter, Chief Product Officer von Kaufhof.de, 2017 vorangetrieben. Zeit für einen Rückblick und für das, was 2018 wichtig wird.
Tags: Filialen, Mitarbeiter
Die Galeria Kaufhof Shopping-App ist wichtiger Bestandteil des E-Commerce bei Kaufhof.

Wenn Reiter von den Projekten, die das E-Commerce-Team von Galeria Kaufhof 2017 gestemmt hat, berichtet, scheint die Liste kaum zu enden. Neue Omnichannel-Services wie z.B. die Filialreservierung, der Ausbau der Marktplatzfähigkeiten und des Produktangebotes, Künstliche Intelligenz, Big Data, Shopping-Apps, Personalisierung, der Launch von Hudsons’ Bay in den Niederlanden und ein eigenes Usability Labor – all dies stand 2017 auf der Roadmap.

Die Galeria-Kaufhof-App auf Erfolgskurs

Warum braucht es eigentlich eine Shopping-App, wenn man einen erstklassigen responsiven Onlineshop hat? Denn dank des responsiven Designs sieht der Galeria-Kaufhof-Onlineshop immer gut aus und ist einfach zu bedienen – ganz gleich ob auf dem Smartphone, Tablet oder Laptop. „Apps sind ein eigenes Ökosystem. Ist man als Warenhaus nicht mit einer App im Apple iTunes Store und Google Play Store vertreten, verschenkt man wertvolle Potenziale in einer vielschichtigen Zielgruppe“, betont Reiter. Daher hat das Team um Reiter mit einer Shopping-App sowohl für Android-Smartphones als auch iOS-Geräte nachgezogen. Mit nur drei Klicks können Kunden in der App einen Kauf tätigen. Einfacher und schneller kann der Kaufprozess kaum sein. Dabei werden die Features der App stetig weiterentwickelt. Seit November 2017 werden aktuelle Infos und Angebote mittels Push-Nachrichten direkt aufs Smartphone gesendet. Selbstverständlich nur, wenn der App-Nutzer zugestimmt hat. Neu ist auch die Voice-Komponente. So können Kunden die Suche der App per Stimme betätigen. „Voice-Commerce ist ein ‚Hot Topic‘ in der Branche. Wir sind stolz die erste Voice Search Funktion schon 2017 implementiert zu haben “, berichtet Reiter.

Fokus auf Personalisierung

Personalisierung bewegte 2017 das E-Commerce-Team besonders stark. Ein Ziel war es, die Produktempfehlungen auf den Produktseiten zu verbessern. Schaut sich ein Kunde im Onlineshop ein Produkt an, werden ihm weitere Produkte angezeigt, die andere Kunden auch gekauft haben oder dem Suchverhalten entsprechend ausgespielt werden. „Da die Conversion Rates der Produktempfehlungen sehr gut sind, werden wir die dahinter steckenden Algorithmen weiter optimieren“, so Reiter.

Personalisierte Produkte im Shop

Nicht nur an den Produktempfehlungen im Sinne der Personalisierung wird gefeilt, sondern auch an der Individualisierung des gesamten Shops. Die Vision: Jeder Kunde soll in Zukunft seine eigene, auf die persönlichen Vorlieben abgestimmte Version des Onlineshops sehen. Konstante Elemente wie Angebote wird es weiterhin geben. Der feine Unterschied: Beauty-Fans bekommen eine andere Shop-Version angezeigt als z.B. Spielwaren-Liebhaber. Das sei zwar noch Zukunftsmusik, aber fest im Visier von Reiter: „Der Grad der Personalisierung wird im E-Commerce in den kommenden Jahren weiter steigen. Der Onlineshop richtet sich stärker am Kunden aus, wird individueller und relevanter.“

Künstliche Intelligenz und das eigene Usability Labor

Künstliche Intelligenz zählte 2017 neben der Personalisierung zu den Top-Themen in den Fachmedien. „Wir haben eine eigene künstliche Intelligenz lanciert. Sogenannte Patterns zeichnen das Nutzungsverhalten unserer Onlinekunden auf. Dies geschieht Cookie-basiert und anonymisiert. Dadurch wissen wir, was unsere Kunden mögen und optimieren dementsprechend unseren Onlineshop“, erläutert Reiter. Dabei setzen wir innovative Technologien ein wie beispielsweise die Verarbeitung von Datenströmen mit Hilfe von Apache Kafka. 

Wie reagieren Kunden auf die Weiterentwicklungen im Shop? Eine wichtige Frage für das E-Commerce-Team. Daher werden neue Services bei Galeria Kaufhof im eigenen Usability Labor geprüft. Anhand qualitativer und quantitativer Analysen werden die Features am Kunden getestet, um darauf basierend die Services zu verbessern und auszubauen.
Mobile Commerce wird bei Galeria Kaufhof immer wichtiger

Ausblick 2018: Wie wird sich das Nutzerverhalten verändern?

„Der mobile Traffic wird steigen. Wir müssen 2018 sowohl im responsiven Design, als auch im App-Ökosystem stark sein“, prognostiziert Reiter. Schon jetzt kommt der Traffic im Onlineshop vorwiegend über mobile Endgeräte – Tendenz steigend. „Mobile first“ ist daher der Grundsatz des E-Commerce-Teams.

Auf lokale Suchmaschinenoptimierung werde 2018 ebenso starkes Augenmerk gelegt. Kunden, die beim Einkaufen in den Innenstädten ein Produkt oder eine Marke im Internet suchen, sollen bei Galeria Kaufhof fündig werden. „Wir wollen mit unseren Filialseiten in den Suchergebnissen auftauchen, um Kunden in unsere Filialen zu bringen“, so Reiter.

Auch wenn das Warenhaus im Bereich Omnichannel-Services bereits ein ordentliches Service-Portfolio zu bieten hat, möchte Reiter mit seinem E-Commerce-Team weiter Gas geben: „Nur wenn wir digital richtig stark sind, dann können wir auch bei Omnichannel erfolgreich sein.“

Ein zentrales Thema 2018 für Galeria Kaufhof wird Ship from Store sein. Wenn ein Produkt im Onlineshop nicht mehr verfügbar ist, wird der Bestand in den Filialen geprüft. Sollte die Ware dort verfügbar sein, wird sie vom stationären Handel direkt zum Kunden gesendet. Somit kann eine noch größere Produktverfügbarkeit gewährleistet werden.

„Es bleibt spannend und ich freue mich auf ein aufregendes Jahr 2018“, fügt Reiter abschließend hinzu.

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