Maren ist Pressesprecherin bei Galeria Kaufhof.

Maren

... ist Pressesprecherin bei Galeria Kaufhof.

01.02.2018

Eine Stadt mit 20 Namen

Clabbeck, Gelabeeck, Monichgladebacg oder München-Gladbach: Auf mehr als
20 verschiedene Schreibweisen während elf Jahrhunderten kann Mönchengladbach zurückblicken. Erst am 11. Oktober 1960 legte die Landesregierung den heutigen Namen Mönchengladbach offiziell fest. 15 Jahre später wurde die Stadt Rheydt eingemeindet, und Mönchengladbach hat somit vieles doppelt zu bieten.
Tags: Filialen, Mitarbeiter
Carina Cörstges und Ralf-Peter Irrenberg vor der Kaiser-Friedrich-Halle in Mönchengladbach

Der Bach Gladbach, der heute größtenteils unterirdisch durch die Stadt fließt, gilt als ursprünglicher Namensgeber. Im Laufe der Jahre wurde für eine klare Abgrenzung zur Kreisstadt Bergisch Gladbach der Zusatz München – mal mit Bindestrich, mal ohne – ergänzt. Später wurde aufgrund der Ähnlichkeit zur bayerischen Landeshauptstadt aus dem Ü ein Ö. Die Einwohner Mönchengladbachs erzählen allerdings eine andere Version: Der Name der Stadt sei auf die Benediktinermönche, die vor gut 1.000 Jahren am Gladbach ein Kloster gründeten, zurückzuführen. Historisch belegt ist das jedoch nicht. Auch Carina Cörstges, Erstkraft im Bereich Süßwaren und Schreibwaren, kennt diese Geschichte: „Genauso habe ich das auch als Kind erzählt bekommen. Es wäre auf jeden Fall ein schöner Bezug zur Historie der Stadt.“ Die Bauten des damaligen Klosters sind immer noch im Einsatz: Die barocke Abtswohnung beherbergt heute das Rathaus der Stadt, und die Abteikirche dient als Pfarrkirche der Gemeinde St. Vitus.

Eintrag im Guinnessbuch der Rekorde

Ebenso interessant wie einzigartig ist die Tatsache, dass Mönchengladbach als einzige Stadt Deutschlands zwei Hauptbahnhöfe hat. Damit sichert sich die Kreisstadt sogar einen Eintrag im Guinnessbuch der Rekorde. Grund dafür ist die Eingemeindung der ehemaligen Kreisstadt Rheydt zum 1. Januar 1975, als auch die Gemeinde Wickrath eingegliedert wurde. So gibt es in Mönchengladbach heute nicht nur zwei Hauptbahnhöfe, sondern auch zwei Rathäuser und zwei Schlösser zu bestaunen. „Durch die beiden Zentren – die Innenstadt von Mönchengladbach und das ehemalige Stadtzentrum des heutigen Stadtteils Rheydt – fühlt es sich teilweise tatsächlich noch an wie zwei unterschiedliche Städte“, erzählt Cörstges. „Das ist nicht immer leicht – auch für unsere Filiale“, fügt Filialgeschäftsführer Ralf-Peter Irrenberg hinzu. „Da haben wir mit ganz anderen Bedingungen zu kämpfen als andere Städte.“ Die Filiale liegt nur wenige Gehminuten vom Mönchengladbacher Hauptbahnhof entfernt an der Hindenburgstraße – im Zentrum des „alten“ Mönchengladbach. „Wir orientieren uns stark an den lokalen Bedürfnissen, um die Verweildauer in der Innenstadt so zu verlängern“, so der 59-Jährige. Dafür arbeitet die Filiale auch eng mit dem Innenstadtcenter Minto zusammen, das vor rund drei Jahren eröffnet hat. „Das Center hat die Frequenz noch mal stark verändert. Mittlerweile sind wir aber gut darauf eingestellt und spielen unsere Stärken aus.“ Die Parfümerie- und Schmuckabteilung ist das Herzstück des Hauses und zeigt mit kompetenter Beratung und einer modernen Warenpräsentation ihre Stärke gegenüber dem Wettbewerb. „Vor allem der Service spielt bei uns eine wichtige Rolle. Die Omnichannel-Services sind dabei besonders wichtig“, weiß Irrenberg. Die Mitarbeiter haben die Prozesse verinnerlicht und bieten die Services aktiv an. „Wir versuchen immer, alles für den Kunden möglich zu machen. Ansonsten ist der Kunde schneller weg, als gedacht“, ergänzt Cörstges.
Carina Cörstges führt eine Tablet-Bestellung aus

Überraschungsessen zu Weihnachten

Von der Filiale sind es nur knapp 750 Meter eine leichte Anhöhe hinauf bis zum alten Markt – direkt in das Kernstück des historischen Mönchengladbach hinein. Im Sommer sind die Cafés und Bars immer gut besucht. Einheimische und Besucher genießen die Nachmittagssonne bei einer Tasse Kaffee. „Am besten gefällt mir der Platz allerdings in der Vorweihnachtszeit, wenn das Weihnachtsdorf aufgebaut ist“, so Cörstges. Kleine Holzhütten stehen auf dem Platz verteilt und strahlen in festlicher Beleuchtung. „Eine tolle Atmosphäre für eine Tasse Glühwein oder Punsch nach der Arbeit“, freut sich die 30-Jährige. Auch in der Filiale herrscht in den Wochen vor Weihnachten eine festliche Stimmung. „Bei den Süßwaren geht der Trubel immer schon Anfang November los, wenn die Kunden auf der Suche nach dem richtigen Adventskalender sind“, weiß Cörstges, die sich gerne an das vergangene Weihnachtsfest mit ihrer Familie erinnert. „Wir haben keine Tradition beim  Weihnachtsgericht. Da lasse ich mich jedes Jahr aufs Neue von meinem Vater überraschen.“ Ganz anders bei Irrenberg: „Bei uns gibt es traditionell eine Weihnachtsgans, die wir alle gemeinsam zubereiten. Praktisch eine kleine Vorabfeier in der Küche.“
Carina Cörstges mit ihrer Kollegin in der Süßwarenabteilung

Der „Mythos Borussia"

Nicht nur in der Weihnachtszeit war einiges los in der Filiale. Mitte Oktober 2017 veranstaltete das Haus eine Autogrammstunde mit Weltmeister Matthias Ginter und Fabian Johnson, beide Spieler von Borussia Mönchengladbach. Mehr als 200 Fans kamen vorbei, um sich ein Autogramm oder Selfie mit ihren Stars zu sichern. „Das war eine super Aktion, und die Stimmung war unfassbar gut“, berichtet Irrenberg. Generell spielt der Traditionsklub eine große Rolle in der Stadt. „Bei einem Heimspiel ist die komplette Stadt wie elektrisiert“, so der zweifache Vater, der auch bereits eine vier Jahre alte Enkeltochter hat. „Und bei einem Samstagsspiel läuft bei uns in der Sportabteilung immer der Liveticker.“ Cörstges ist ebenfalls ein großer Fußballfan: „Zum Unmut meiner ganzen Familie schlägt mein Herz aber für die ‚falsche‘ Borussia – nämlich Dortmund.“ Von ihrer Schwester hat die gebürtige Mönchengladbacherin bereits Stadionverbot für den Borussia-Park erhalten, da die Fohlenelf von Mönchengladbach gegen das Team von Dortmund dann jedes Mal verliert. Das Spiel lässt sich Cörstges trotzdem niemals entgehen und sicherte sich auch ein Autogramm. „Das war aber für meinen Neffen. Da habe ich ein Auge zugedrückt.“
Matthias Ginter und Fabian Johnson bei der Autogrammstunde in der Filiale

Das „Rheinische Manchester"

In früheren Jahren spielte die Textilwirtschaft eine sehr bedeutende Rolle und brachte der Stadt im 19. Jahrhundert im Zuge der Industrialisierung den Namen „rheinisches Manchester“ ein. Auch heute ist die Stadt noch einer der wichtigsten Textilstandorte in Deutschland. Zu Recht hat der Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik der Hochschule Niederrhein hier seinen Sitz. Einer der größten Studienorte für den Ingenieurnachwuchs der Textil- und Bekleidungswirtschaft in Europa mit einer über 110-jährigen Tradition. Die Mönchengladbacher Filiale mit rund 7.000 qm Verkaufsfläche blickt ebenfalls auf eine lange Geschichte zurück. Seit 88 Jahren öffnet das Warenhaus bereits seine Türen für alle Shoppingbegeisterte. Irrenberg leitet das Haus seit dem 1. März und fühlt sich rundum wohl: „Es macht sehr viel Spaß. Mein 80-köpfiges Team ist sehr aufgeschlossen und bei allem hoch motiviert“, freut sich der leidenschaftliche Hobbysegler. Auch Cörstges ist vor allem das Teamgefühl im Haus besonders wichtig: „Es ist einfach eine tolle Truppe. Daher kann ich mir auch nicht vorstellen, von hier wegzugehen“, schwärmt sie. Vor elf Jahren startete Cörstges als Auszubildende und hat bereits mehrere Abteilungen durchlaufen. Nach einer abgebrochenen Lehre zur Kosmetikerin brachte ihre Stiefmutter, die ebenfalls in der Filiale arbeitet, sie zu Galeria Kaufhof. „Zu Beginn war ich sehr schüchtern im Umgang mit Kunden. Heute ist es für mich das Schönste an der Arbeit“, erzählt sie.

Hätten Sie’s gewusst?

  • Mönchengladbach hat durch die Eingemeindung der Stadt Rheydt als einzige Stadt in Deutschland zwei Hauptbahnhöfe: Hbf. Mönchengladbach und Hbf. Rheydt.
  • Die Fohlenelf vom Niederrhein: Der Spitzname ist auf die temporeiche und offensive Spielweise von Borussia Mönchengladbach in den 1970er-Jahren zurückzuführen, als die Mannschaft die Bundesliga mit vorwiegend jungen Spielern dominierte.
  • Das als „Kunstwerk für die Kunst“ bezeichnete Museum Abteiberg ist eine der führenden Adressen für Gegenwartskunst in Deutschland.
Carina Cörstges und Ralf-Peter Irrenberg auf dem Abteiberg

Unbedingt machen!

  • Auf Schloss Rheydt die Kunst- und Kulturgeschichte der Renaissance und des Barocks kennenlernen sowie dem Ritterfest, dem Töpfermarkt oder dem Open-Air-Musikfest einen Besuch abstatten.
  • In Deutschlands erster Kletterkirche, der ehemaligen Pfarrkirche St. Peter im Stadtteil Waldhausen, ein 1.300 qm großes Kletterparadies entdecken.
  • Nach 234 Stufen vom Wasserturm aus, einem der Wahrzeichen der Stadt, den herrlichen Panoramablick über die Stadt genießen (von März bis August an jedem 1. Samstag im Monat).