Sophie ist Pressesprecherin bei Galeria Kaufhof.

Sophie

... ist Pressesprecherin bei Galeria Kaufhof.

05.04.2018

Ein Blick hinter die Kulissen der erfolgreichen Sephora-Kooperation

Miriam von Löwenfeld, Deutschland-Chefin von Sephora und selbst ernannter Beauty-Junkie, und Markus Mackedanz, Category-Manager Beauty und Parfümerie bei Galeria Kaufhof, erklären im Interview, wie es 2018 mit der Sephora-Kooperation weitergeht.
Tags: Marken, Filialen
Sephora meets Kaufhof: Die Kooperation von Sephora und Galeria Kaufhof ist sehr erfolgreich.

Im Sommer 2017 fiel der Startschuss für die Partnerschaft von Sephora mit Galeria Kaufhof. Sieben Shops wurden eröffnet, und es gibt die Möglichkeit, Sephora-Produkte über kaufhof.de zu erwerben. Was ist Ihr Resümee aus 2017?

Markus Mackedanz: Es war ein erfolgreicher Start in eine tolle Zusammenarbeit. Für uns als Warenhaus ist es wichtig, dass wir uns weiterentwickeln und zu einer coolen Einkaufsstätte auch für jüngere Kundinnen werden.

Miriam von Löwenfeld: Die Zusammenarbeit macht viel Spaß. Wir haben alles in kurzer Zeit gemeinsam mit den Teams bewältigt. Dann kam der Moment, als in München der Vorhang fiel. Das war ein ganz besonderer Augenblick.

Mackedanz: Ich hatte mir zuvor sämtliche Mitbewerber weltweit angesehen und daraufhin ein neues Konzept für unsere Parfümerieabteilungen entwickelt. Ein Element darin war Sephora. Das Feedback war anfangs zögerlich, nach dem Motto „Gute Idee, aber ob das gelingt?“. Das war für mich dann der Ansporn, es erst recht zu schaffen. Aus einer kleinen Flamme ist so ein großes Feuer entstanden.

Hatten Sie mit dem großen Andrang bei den Eröffnungen gerechnet?

von Löwenfeld: Ich habe es gehofft, aber nicht damit gerechnet. Ich war überwältigt und dankbar, dass unser Konzept so toll angenommen wird.

Mackedanz: Im Vorfeld hatte ich zwei Eröffnungen in der Schweiz besucht und davon geträumt, dass wir auch in Deutschland lange Schlangen vor der Türe haben werden. Es gab aber auch Momente, wo ich mich gefragt habe, was ist, wenn da keine Menschenschlange vor unserer Türe steht?

Sephora in Deutschland: Die erfolgreiche Zusammenarbeit von Kaufhof und Sephora setzt sich 2018 fort.

Sephora in Deutschland: So geht es 2018 weiter

Gerade hat in Stuttgart ein weiterer Shop eröffnet. Was werden Sie tun, um die Erfolgsstory aus 2017 fortzuschreiben?

von Löwenfeld: Wir möchten neue Make-up-Marken auf den deutschen Markt bringen und so junge Kunden, die z.B. in Drogeriemärkten einkaufen, zu uns ziehen. In diesem Jahr werden wir unseren Kundinnen mindestens zwei große neue Marken präsentieren.

Wie viele neue Sephora-Shops wird es 2018 geben?

Mackedanz: Wir müssen schauen, wie viele Kapazitäten beide Unternehmen haben. Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Flächen, um die Zahl der Sephora-Shops in Galeria-Kaufhof-Filialen 2018 noch deutlich zu erhöhen.

Welche Erfahrungen haben Sie mitgenommen für die Fortsetzung in diesem Jahr?

von Löwenfeld: Genauso weiterzumachen. Wir denken uns immer wieder etwas Neues aus, um unsere Kunden zu überraschen.

Mackedanz: Wir besuchen die neuen Standorte und schauen, dass wir für Sephora in den Filialen eine gute Platzierung haben und uns die Integration in den Abteilungen gelingt. Mit der Implementierung der bisherigen Sephora-Shops haben wir bereits neue Zielgruppen erreicht, vor allem jüngere Frauen, und sehen dadurch einen gewissen Abstrahleffekt, zum Beispiel bei Düften und Pflege.

Was ist das Erfolgsgeheimnis von Sephora?

von Löwenfeld: Das Wichtigste ist zuzuhören, was die Kundin braucht, und sich für sie Zeit zu nehmen, um auf ihre Bedürfnisse einzugehen.

Mackedanz: Sephora ist für Deutschland eine neue Marke, und das Interesse der jungen Kundinnen ist hoch. Das können wir daran sehen, wie viele Anfragen wir über die sozialen Netzwerke erhalten. Das ist ein ganz neues Phänomen für uns.

Wird es auch eigene Shops außerhalb von Galeria Kaufhof geben?

von Löwenfeld: Ja, langfristig planen wir auch eigene Sephora-Stores und in diesem Jahr auch noch einen eigenen Onlineshop.

Was ist die besondere Herausforderung im deutschen Markt?

von Löwenfeld: Jede Beauty-Kundin ist anders. In Deutschland gibt es viele Kunden, die sehr interessiert daran sind, was sie kaufen und welche Inhaltsstoffe für ein Produkt verwendet werden. Die Kundinnen sind auch probierfreudiger geworden. Frau kauft heute anders, vor allem im Foundation-Bereich. Alle wollen immer perfekt aussehen. Schminken hat heute eine ganz andere Relevanz.

Miriam von Löwenfeld, Sephora-Deutschland-Chefin, im Interview

Die Sephora-Kundinnen und Top-Seller

Was macht die typische Sephora-Kundin aus?

von Löwenfeld: Die Sephora-Kundin ist die typische Frau. Wir haben recht junge Brands in unserem Portfolio, die vor allem durch Instagram geprägt wurden, und ziehen deshalb viele junge Kundinnen zu Galeria Kaufhof, die aber auch ihre Mütter, Freundinnen und älteren Geschwister mitbringen.

Mackedanz: Hinzu kommt die gute Produktqualität, die auch die Kundin überzeugt, die einfach mal das Produkt ausprobiert, das die Tochter zuvor getestet hat. Damit ziehen wir nicht nur die ganz jungen Kundinnen auf die Sephora-Fläche, sondern auch die Frau, die schon einen Führerschein hat.

Was sind die Top-Seller bei Sephora?

von Löwenfeld: Ein großer Fokus liegt im Moment auf allen Produkten rund um das Thema Lippen. Auch die Augenpalette „Desert Dust“ von Huda Beauty ist sehr gefragt. Außerdem sind Masken ein absolutes Must-have und gehören zu jedem Beauty-Programm dazu.

Und was ist Ihr persönlicher Lieblingsartikel bei Sephora?

von Löwenfeld: Es gibt für mich nicht den einen Lieblingsartikel. Ich bin ein absoluter Beauty-Junkie, und kein Opening vergeht, ohne dass ich nicht die neuesten Produkte ausprobieren und kaufen muss. Dementsprechend quillt auch mein Badezimmer über.

Mackedanz: Ich habe ein Lieblingserlebnis. Das war die Eröffnung in Bonn, als meine 15-jährige Tochter dabei war. Für sie war das so aufregend, dass sie abends im Auto auf dem Heimweg eingeschlafen ist und den Tag als den schönsten des vergangenen Jahres bezeichnet hat.