Wein-Lifehacks: Clevere Lösungen für (fahr-)lässigen Genuss

Da steht sie: Die schöne Flasche Wein für einen wundervollen Abend. Aber ein kleines Detail kommt dazwischen und macht die Stimmung erfolgreich zunichte. Damit Ihnen das nicht passiert, haben wir für die drei beliebtesten Malheure clevere Wein-Lifehacks als Lösung im Angebot. Denn für die typischen Herausforderungen gibt es einige clevere Lösungen, damit es mit dem edlen Tropfen klappt.

Hack 1: Was tun bei Rotweinflecken?

Rotweinflecken auf dem cremefarbigen Teppich, dem hellen Sofa oder dem teuren Abendkleid sind eine Schreckensvision. Und ein Anlass, bei dem leicht die Stimmung kippt. Viele Hausmittel finden sich in der mündlichen Überlieferung und den einschlägigen Onlineforen: Vom Kochsalz bis zu Penaten-Creme. Aber ihr Erfolg ist oft eher Glückssache und hat manchmal erstaunlich wenig mit der Wahl der Waffen zu tun.

Salz drauf streuen und warten? Nein! Das macht die roten Flecken oft nur braun und dann auch noch besonders haltbar. Zwar gehen die Rieselhilfen den Pigmenten an den Kragen, aber leider oft nur teilweise. Das Salz saugt die Flüssigkeit aus dem Gewebe, aber wenn die Pigmente sich einmal mit den Fasern verbunden haben, bleiben sie da auch. Funktionieren kann das Salz, wenn der Fleck vorher richtig eingeweicht wird. Am besten mehrfach. So wird die Flüssigkeit verdünnt und aufgesogen.

Da wären wir auch beim wichtigsten Trick: Bearbeiten Sie den Fleck ganz schnell mit Wasser. Er darf auf keinen Fall trocknen. Richtig viel Wasser und Kernseife sind eine ziemlich sichere Kombination. Kleidung kommt nach dieser Behandlung sofort feucht in die Waschmaschine. Wertvolle Stücke werden am besten gut eingeweicht und kommen in Plastik gepackt so schnell wie möglich in die Reinigung.

Hack 2: Zwei Löffel Kochsalz mit frappierender Wirkung

Für Sekt, Weißwein und Rosé liegt die Trinktemperatur zwischen acht und zwölf Grad. Was tun, wenn Sie als Gastgeber zu spät daran denken, die Flasche kalt zu stellen? Auch wenn die Gäste schon ungeduldig warten, müssen Sie den Wein nicht ins Eisfach legen. Füllen Sie einfach eine Hand voll Eiswürfel in den Kühler mit der Flasche, darauf Wasser und reichlich Kochsalz. Die Reaktion des Salzes, das sich im Wasser löst, verbraucht Wärme und kühlt so intensiv die Flasche, die sich in wenigen Minuten angenehm kühl anfühlt. Profis bezeichnen diese altbekannte Methode als Frappieren. Und ihre Wirkung ist - Sie verzeihen den Wortwitz - frappierend.

Hack 3: Ein romantischer Abend ohne Korkenzieher

Und schließlich der Klassiker: Der romantische Abend ohne Korkenzieher. Spätestens in diesem Moment erkennt auch der Purist die Vorteile eines Schraubverschlusses. 

Im Netz kursieren zahlreiche Tipps, wie sich eine Weinflasche auch ohne Korkenzieher öffnen lässt. Einer ist beispielsweise: "Lassen Sie einfach heißes Wasser über die Flasche laufen. Das wiederholen Sie solange, bis sich im Inneren die Flüssigkeit spürbar ausdehnt und den Korken von selbst nach oben drückt." Wein erhitzen? Jeder Wein-Kenner würde hiervon sicher eher abraten.  

Eine weitere, oft gelesene Möglichkeit: "Den Korken in die Flasche drücken." Doch diese Idee hat ihre Tücken! Zuerst muss ein Loch in den Korken, damit die Luft entweichen kann. Sonst geht es schnell nicht weiter. Wenn Sie ohne Luftloch zu stark pressen, platzt die Flasche, bevor der Korken über die kritische Stelle an der "Schulter" hinaus ist. Wenn der Korken dann in der Flasche schwimmt, besteht außerdem die Gefahr, dass der Wein anschließend korkt.

Doch einen richtigen Life-Hack für diese ungünstige Situation gibt es tatsächlich: "Schlagen Sie die Flasche gegen die Wand!" Zugegeben, das klingt im ersten Moment mehr als komisch. Doch es kann tatsächlich funktionieren! Geschützt in einem Schuh oder einem Handtuch sorgt der Impuls dafür, dass der Korken sich allmählich löst. Das ist eine sportliche Angelegenheit und erfordert Fingerspitzengefühl, Kraft und Ausdauer. Außerdem viel Vertrauen in die Haltbarkeit der Flasche.

Die Aufmerksamkeit ihres Dates ist Ihnen damit immerhin sicher. Sollte auch dieser Life-Hack schief gehen, muss eben doch der Italiener um die Ecke die Situation retten.